30.04.2017

Großübung an der Saarburger Sesselbahn

Saarburg. Jedes Jahr üben die Einsatzkräfte der verschiedenen Hilfsorganisationen den Ernstfall an der Saarburger Seilbahn. Am Samstag waren mehr als 100 Einsatzkräfte damit beschäftigt die rund 70 Darsteller aus ihren Gondeln zu befreien.

Das Szenario ist das es gegen 18.30 Uhr zwischen der Tal- und der Bergstation zu einem technischen Defekt an der Seilbahn kommt und die Gondeln mit den Besuchern in der Luft festsitzen.

Vier Einsatzabschnitte wurden für die Feuerwehren, das THW und die Höhenrettung eingerichtet. An den Zufahrten zur Bergstation konnte die Rettung der Personen über eine Drehleiter erfolgen. Diese wird dort eingesetzt, wo eine Aufstellung im Straßenbereich möglich ist.

An unwegsamen Gondelpositionen war eine Rettung über die Drehleiter nicht möglich. Hier mussten die Höhenretter des THWs und der Feuerwehr die Personen abseilen.

Das Deutsche Rote Kreuz war für die Erstversorgung und Registrierung der geretteten Personen an den Abschnitten verantwortlich.

Bei mehr als hunderttausend Fahrgästen im Jahr, sind solche Übungen an diesem Objekt unerlässlich. Sie gehört jährlich als Bedingung für den Betreiber, damit die Betriebserlaubnis nicht erlischt.

Erst gegen 21.00 Uhr war die letzte Person gerettet. Zum Abschluss der Übung trafen sich die Einsatzkräfte und Darsteller an der Bergstation auf dem Warsberg zu einer Stärkung. Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg, Bernhard Hein war mit der Übung sehr zufrieden und sie verlief reibungslos. Die eine oder andere Veränderung wird es im nächsten Jahr geben, wenn eine Belegung der Sesselkabinen wesentlich höher ausfällt, damit durch zusätzliche Einheiten eine schnellere Rettung möglich ist.

Beteiligt an der Übung waren die Feuerwehren aus Saarburg, Mettlach, Konz, Wincheringen und Biebelhausen. Die Höhenrettungseinheiten der Feuerwehr Beurig und der Berufsfeuerwehr Trier. Der THW Ortsverband Saarburg. Seitens des Rettungsdienstes war der DRK Ortsverein Saarburg, DRK Ortsverein Konz, DRK Ortsverein Ruwertal und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und Katastrophenschutz mit insgesamt zehn Fahrzeugen im Einsatz.

Autor: Wilfried Hoffmann


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